Über mich

Mein Name ist Gerhard Dänekamp und ich bin 1985 in einem Ort namens Barßel geboren. Ich übe und lebe das Tai Chi Chuan (Tàijíquán) seit Februar 2010. Zu diesem Zeitpunkt steckte ich in einer persönlichen Krise und mir war klar, dass ich an meiner Situation und an mir selbst etwas ändern musste. Ich war seit jeher an asiatischer Kultur und Kampfkunst interessiert und aufgrund einer ausgeprägten Lungenerkrankung kamen für mich äußere, härtere Stile nicht in Frage. Wie viele andere auch faszinierten mich die schönen, fließenden Bewegungen des Tai Chi, die ich in den Medien gesehen hatte. Die etlichen Vorteile für die Gesundheit stärkten meinen Entschluss mir eine Tai Chi-Schule in Osnabrück zu suchen. So lernte ich meine Lehrerin Hella Ebel kennen und diese Begegnung veränderte mein ganzes Leben.

Von der ersten Sekunde an war ich von der Bewegungslehre nach Meister Huang Sheng Shyan begeistert und wusste intuitiv, dass dieser Weg mein Weg sein wird. Ich entdeckte, dass in den einfachen Bewegungen eine enorme Komplexität steckt, nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf mentaler Ebene. Ich studierte die daoistischen Philosophien und die klassischen Prinzipien des Tai Chi, die in sich eine geschlossene Einheit darstellen. Das Prinzip des Loslassens und Entspannens führte dazu, dass alte Mauern, die meine Ängste einschlossen, langsam abgebaut wurden. Diese Flut an Emotionen war nicht leicht zu handhaben, führte aber dazu mich selbst besser zu erkennen. Sich selbst nicht durch eine äußere Fassade aufrecht zu erhalten, sondern durch innere Stärke aufgerichtet zu werden, indem man loslässt, war für mich eine gänzlich neue, aber fantastische Erfahrung. Meine Lunge wurde stärker, genauso wie ich selbst und das ohne ins Fitnessstudio zu gehen und Gewichte zu stämmen. Ich schaffte es mein Studium konzentrierter zu absolvieren, mit weniger Stress und besseren Noten und das obwohl ich durch das Tai Chi und meine Kursleiter-Ausbildung weniger Zeit zum Lernen hatte.

Bereits nach einem Jahr Tai Chi-Erfahrung ermutigte mich meine Lehrerin Unterricht zu erteilen. Ich begann meine Nebentätigkeit als Tai Chi-Lehrer für den Hochschulsport in Osnabrück, die mir vor Augen führte wieviel Freude mir das Lehren der Prinzipien macht, die mir selbst so sehr geholfen haben. Nachdem ich meinen Master in Molekularbiologie beendet hatte, stand mein Beschluss schnell fest, dass ich mein Leben der Weitergabe des Systems von Huang Sheng Shyan, zu dem auch das White Crane gehört, und der chinesischen, daoistischen Philosophie widmen möchte, um auch anderen einen neuen Lebensweg aufzeigen zu können.

Ich arbeite stets daran meine Erfahrungen im Tai Chi und White Crane durch eigenes Üben und Lehren sowie durch den Unterricht bei meinen Lehrern Hella Ebel und Wee Kee Jin zu vertiefen. Die Verbindung von modernem Stressmanagement mit Tai Chi erlaubt es mir ein neues Angebot zu kreieren, dass den Ausgang aus dem Teufelskreis Stress und dessen Folgen effektiv aufzeigen kann. Genau wie im Leben lernt man im Tai Chi nie aus und man ist nicht nur Lehrer, sondern bleibt auch immer Schüler. Als Ewiglernender freue ich mich auf all die neuen Erfahrungen, die ich sammeln werde und vor allem sie in Zukunft an Sie weitergeben zu dürfen!

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